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War es nicht Leonardo da Vinci, der die simple, aber so tiefgreifende Beobachtung machte: "Das Wasser, welches du berührst, ist das erste von dem was kommt und das letzte, von dem was geht." Der Anblick des immerwährenden Zerfalls und die Beobachtung des neu Entstehenden erinnert an die Unwiederbringlichkeit des Momentes.
Fotografie, wie auch Malerei, sind künstlich geschaffene Möglichkeiten, diesen Moment einzufangen - dem Verfall für einen kleinen Moment einen Streich spielen, bis selbst das Foto verblasst oder die Leinwand nicht mehr restaurierbar ist.
Der Mensch, als Bestandteil des natürlichen Getriebes, unterliegt ebenso diesen Bedingungen des steten Vergehens; nicht nur äußerlich, auch sein Tun ist diesem Gesetz verbunden. So schafft er stets Neues, lässt Altes hinter sich, noch getrieben durch ein verselbständigtes System von Wirtschaftskultur, dem er inzwischen blinder und unbewusster Untertan geworden ist.
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